Buchhandlung Felix Jud im Spiegel der Presse
Den Fokus aufs Überleben gerichtet
Iris Berben liest aus einem bisher unveröffentlichten Werk der in Auschwitz ermordeten Schriftstellerin Irène Némirovsky.
Ein Interview.
... Was hat Sie insbesondere an der Schriftstellerin gefesselt?
Iris Berben:
“Für mich stellte sich die Frage: “Woher kommt es, dass Menschen in relativ jungen Jahren so genau in ihrer Beobachtung sein können?“ Natürlich ist Talent die Grundvoraussetzung. Es liegt aber auch an der Art, wie sie aufgewachsen ist. Sie wurde sehr gut erzogen, doch ist sie nicht mit der Liebe und Nähe der Eltern, sondern mit Gouvernanten aufgewachsen. Dann kam der Eindruck der russischen Revolution dazu, dann die Flucht nach Frankreich. Ich glaube, dass wenn der Fokus so sehr ums Überleben geht, sich ein vorhandenes Talent gleichsam bündelt. Dass das, was man eigentlich erst später, mit sehr viel mehr Lebenserfahrung erwarten würde, sozusagen explodiert. So habe ich es mir vorgestellt. Sie war ja schon in jungen Jahren berühmt. Sie hat so viel geschrieben, sie hat extrem klein geschrieben. Da war auch eine Getriebenheit.“ ...
Stefanie Schütte für dpa, 13.4.2011
Iris Berben las in der Buchhandlung Felix Jud
Die Schauspielerin las das neu erschienene Buch von Autorin Irène Némirovsky, „Rausch“. Eine mitreißend wie erschütternd detailgetreue Novelle.
Hamburg. „5plus“ nennt sich der Zusammenschluss von fünf literarischen Buchhandlungen in Deutschland, die sich wie viele kleine Buchhandlungen als „Mittler zwischen Autor und Leser verstehen“.Gemeinsam und exklusiv verlegen sie ausgewählte Bücher. So auch das neu erschienene Werk der Autorin Irène Némirovsky „Rausch“, welches gestern Prämiere hatte und von Iris Berben gelesen wurde ...
Eng gedrängt lauschten die vielen Zuhörer einer facettenreichen, emotionsstarken und überlegten Leserin. Sie las circa eine Stunde aus der mitreißenden, lesenswerten und erschütternd detailgetreuen Novelle ...
Hamburger Abendblatt, Kultur & Live 14.4.2011
Diva liest Diva
Drei Lesungen in der Stadt und das Abendblatt verlost drei Karten für den ausverkauften Abend mit Sophie Rois
Buchhandlung Felix Jud - Ob auf der Bühne oder in der Literatur: Aufsässige, eigenwillige oder gefährdete Frauenfiguren sind für die Ausnahmeschauspielerin Sophie Rois eine Herzensangelegenheit. Die Berliner Volksbühnen-Diva, die gerade in TomTykwers cineastischer Ménage-à-trois "Drei" von sich reden macht, hat nun mal eine Schwäche für erotische und künstlerische Passionen.
Unica Zürn: ein Leben zwischen Kunst und Schriftstellerei
Auch die Schriftstellerin, Malerin und Zeichnerin Unica Zürn durchlitt Hochs und Tiefs auf ihrem Schaffens- und Lebensweg....
Die von der Literatuerwisschschaft lange verkannte Verfasserin von Anagrammen und Prosa würdigt eine bibliophile Werkausgabe in acht Bänden...Gefördert von der Martha-Pulvermacher-Stiftung, sind die türkisfarben gebundenen Bücher im Berliner Verlag Brinkmann & Bose erschienen und auch einzeln erhältlich (Gesamtpreis: 241 Euro). Zürns "Alben - Bücher und Zeichenhefte" sind gesondert aufgelegt (120 Euro)...
Klaus Witzeling, Hamburger Abendblatt, 11.1.2011
Völker seht die Regale
Nächste Woche blickt die ganze Bücherwelt nach Frankfurt, wir aber blicken in die Welt: Die schönsten Buchläden von Jakarta bis Hamburg. Eine Lesereise
...Die Buchhandlung Felix Jud ist eine hanseatische Institution, und das nicht nur, weil sie so britisch und gediegen daherkommt mit ihren Holzregalen und der Treppe, deren Geländer eher an eine Reling erinnert. Manche sagen, sie sei ein Ort, der für eine bestimmte Geisteshaltung stehe...
... 1948 eröffnete er (Felix Jud) wieder, 1955 zog er in das Geschäft am Neuen Wall 13, das, so der Inhaber, zum Treffpunkt für "Freunde, Politiker aller Couleur, für Maler, Dichter, Schauspieler und Müßggänger aller Art" werden sollte. Was es heute noch ist.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 3.10.2010
Kraftzentrum der Szene
Wilfried Weber, Inhaber der Buchhandlung Felix Jud in der Innenstadt, weiß, wie die Kultur in Hamburg tickt
Hamburg - Seine Buchhandlung am Neuen Wall/Ecke Mellin-Passage ist eines der geheimen Kraftzentren der Hamburger Kulturszene. Seit 1962 arbeitet Wilfried Weber in der Buchhandlung Felix Jud. Inzwischen der Inhaber, kennt er Kulturmacher und Kulturkonsumenten. Zu ihm kommen Politiker aus dem nahen Rathaus. Künstler und Autoren gehen bei ihm ein und aus. Kein Wunder, dass er eine profilierte Meinung zur Lage der hamburgischen Kultur hat.
...
(Abendblatt) Wie nehmen Sie das Kulturleben in der Stadt wahr? Haben wir eine Metropolenkultur oder werden wir provinziell?
(W. Weber) Derzeit schieben sich die finanziellen Probleme als bedrängend vor die Wahrnehmung der Kultur. Aber dahinter ist zu spüren, dass die handelnden Personen, auch die politische Führung, ein Stück von der Kultur weggerückt sind. Das mag keine Absicht sein, sondern liegt daran, dass sich - wie sag ich´s jetzt nicht gar zu unhöflich? - eine bestimmte Form der Ahnungslosigkeit breitgemacht hat. Die meisten Politiker waren nicht mal in der Kunsthalle, sie wissen gar nicht, worüber sie reden und entscheiden. Es gibt nur ganz wenige Politiker, die das, was ich unter Kultur verstehe, auch aktiv wahrnehmen.
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(Abendblatt) Wenn es um Kulturferne geht, wird immer gern die Entscheidung für die Elbphilharmonie positiv ins Feld geführt.
(W. Weber) Die Entscheidung für die Elbphilharmonie find ich ja nach wie vor absolut richtig; es ist sehr unglücklich, dass die Planung und Durchführung dilettantisch betrieben worden ist...Die ganz Sache ist für Hamburg ein großartiges Projekt...
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(Abendblatt) Was könnte die Kultur selbst besser machen?
(W. Weber) ...Ansätze sind genug da, es müsste eben nur auch im Rathaus ein anderes Kulturbewusstsein sichtbar werden..
(Abendblatt) Hängt eine solche Bewusstseinsänderung an der Existenz eines Kultursenators oder einer Kultursenatorin?
(W. Weber) Die einzelne Person kann da nur in Grenzen etwas bewirken. Natürlich müsste sich ein Neuer in diesem Amt im Rathaus noch viel kommunikativer verhalten. Man muß Politiker und Künstler zusammenbringen und sie nicht voneinander fernhalten und notwendige Debatten mit Maulkörben versehen. Da ist sehr viel Konfrontation gewesen. Ich denke, man kann die Dinge bessern, man muß gar nicht so radikal vorgehen. Aber man muß das Bewusstsein haben, dass Kultur unerlässlich ist.
Hans-Juergen Fink, Hamburger Abendblatt 31.7./1.8.2010
Ein Abend für Fichte
Wilfried Weber wunderte sich, dass sein Leseabend zu Hubert Fichte so viele Gäste anzog:"Ich hoffe, es liegt nicht an Daniel Richter und Gustav Peter Wöhler - was ich wiederum auch verstehen könnte", so der Inhaber der Buchhandlung Felix Jud, der den 1986 verstorbenen Autor persönlich kannte. ... Zum Schluss las Richter, der zu dem Band Zeichnungen beisteuerte und aktuell bei Felix Jud ausstellt, den Beitrag von Günter Grass mit viel Ironie ...
Die Welt. 16.6.2010
Der Versuch des Zeichners, den Schreiber zu enträtseln
... Auch der bildende Künstler Daniel Richter hat zu Farbstiften gegriffen und Fotocollagen montiert. Seine durch Fichtes Band XVIII "Die schwarze Stadt. New York" inspirierten Arbeiten auf Papier stellt die Buchhandlung Felix Jud zwei Wochen lang aus.
Bei der Vernissage am 14. Juni ... liest Schauspieler Gustav Peter Wöhler aus Fichtes Roman "Die Palette" und der von Mario Fuhse herausgegebenen Textsammlung.
Hamburger Abendblatt, 14.6.2010
Die feinen fünf
"... In Zeiten vereinheitlichter Kaufhausketten für Bücher und der sich dort grellfarbig anbietenden Bestseller werden überschaubare Buchhandlungen mit persönlicher Beratung zur Seltenheit. Eines dieser seltenen Exemplare findet sich in Hamburg, es ist die Buchhandlung Felix Jud am Neuen Wall. Geschäftsführer Wilfried Weber ist Initiator von "5plus", dieser in Deutschland einmaligen Gemeinschaft im Geiste. "Wir wollen Literatur vermitteln, und der Dialog mit unseren Kunden ist eines unserer zentralen Anliegen", sagt der Nachfolger von Felix Jud... Die Idee eines möglichen Zusammenschlusses mit ähnlich motivierten Kollegen in Deutschland diskutierte Wilfried Weber zunächst mit Marina Krauth - Mitinhaberin und ebenfalls Geschäftsführerin der Buchhandlung Felix Jud -, bevor er nach und nach Gleichgesinnte in anderen Städten fand, warb und gewann: Thomas Bader und die Buchhandlung zum Wetzstein in Freiburg; Klaus Bittner von der Buchhandlung Bittner in Köln; Marc Iven und Joachim Fürst, die die Autorenbuchhandlung in Berlin führen; und Michael Lemling und Marc Schürhoff aus der Buchhandlung Lehmkuhl in München ..."
Debra Skerra, DIE WELT, 22.5.2010
Aufgeblättert
Tolstois Leitfaden fürs Leben
Wilfried Weber (Buchhandlung Felix Jud)
Wilfried Weber bespricht in der Reihe "Aufgeblättert" das Buch "Lew Tolstoi: Für alle Tage. Ein Lesebuch.
Hamburger Abendblatt, 27. Mai 2010
Leute von Welt
Literarischer Fußballabend
Fußball-Vorfreude zur WM lieferte der literarische Fußballabend mit Rainer Moritz, HSV-Torwart Rudi Kargus und Peter Lohmeyer in der Buchhandlung Felix Jud ...
DIE WELT, 4.6.2010
Jedes Mal, wenn ich nach Hamburg komme ..,
gilt mein erster Besuch der Buchhandlung Felix Jud. Die Seele dieser wunderbaren "Bücherstube", wie es früher hieß, ist der heutige Besitzer, Wilfried Weber, ein flotter "britisch"-eleganter Hanseat. Wenn wir auch das ganze Jahr in Verbindung stehen, ist dieser Besuch jedes Mal eine stimulierende Freude. Er informiert mich über alles, was in Deutschland erscheint. Auch bei antiquarischen Seltenheiten ist er unschlagbar. ...
Auch Hamburg wird mir nie aus dem Kopf gehen, Liebe auf Abstand ist langlebiger. In diesem Falle würde ich sogar sagen:lebenslänglich. Zumindest, so lange es die Buchhandlung Felix Jud dort gibt. Sie ist mein intellektuelles Delikatessengeschäft, und ohne sie würde ich verhungern.
Karl Lagerfeld, Focus Nr. 16/10 vom 19. April 2010
Leipzigs Buchmesse legt zu, Felix Jud gewinnt Preis
Die Leipziger Buchmesse hat ihren Ruf als riesiges Lesefest mit einem kräftigen Besucherplus bestätigt. ...
Einer der im Rahmen der Messe verliehenen Preise geht nach Hamburg, genauer: ein Fünftel dieses Preises.Die Bücherstube Felix Jud, die im vergangenen Jahr mit vier kleinen, feinen Literaturbuchhandlungen in München, Köln, Freiburg und Berlin die Initiative "5plus" gegründet hat, und ihre Partner wurden mit dem "Buchmarkt Award" ausgezeichnet.
Das Fachblatt "Buchmarkt" würdigte die Anstrengungen der fünf Läden um kreatives und offensives Marketing als beste Buchhandelskampagne 2010. ...
Hamburger Abendblatt vom 22.3.10(dpa/HA)
Nicht der Verlag, der Handel entscheidet
Die einstige Verkaufsmacht der Verlage ist dahin, ebenso unübersehbar sind die territorialen
Verluste, die Buchhandlungen auf dem flachen Land erlitten haben. ... Stattdessen regiert der durch Warenwirtschaftssysteme
gesteuerte Verkauf ... Dort entstehen Bücher, die die Handschrift der Marketingabteilung und nicht die des Lektorats tragen.
....
Eine neuere Qualitätsoffensive vereint etwa fünf renommierte Buchhandlungen – Felix Jud (Hamburg), Lehmkuhl
(München), Wetzstein (Freiburg), Klaus Bittner (Köln) und Fürst & Iven (Berlin). Die Gruppen nennt sich „5plus“ und hat als
ersten Streich die Novelle „Cowboys und Indianer“ von Louis Begley veröffentlicht, ...
FAZ vom 17.03.2010 / Hannes Hintermeier
Der schönste Buchladen
Hier ist alles ein bisschen kleiner und feiner
Hierher kommen die Feinschmecker unter den Bücherwürmern, denen reichlich Nahrung geboten wird. Meterweise Gutes von Manesse oder Artemis & Winkler etwa, Gesamtausgaben des Deutschen Klassiker Verlags. Jüngstes Projekt ist die Kooperation mit vier weiteren besonderen Buchläden, in Berlin, Freiburg, Köln und München. Die" 5 plus" nennen sie sich und wollen im Herbst eine Lesereise mit dem Top-Autor Louis Begley ("Lügen in Zeiten des Krieges", "Schmidt") organisieren. "Er wird nur in unseren Geschäften lesen", sagt die Chefin. Wie eine so kleine Buchhandlung an so einen berühmten Mann kommt? Kreative haben eben ein Herz für Schönheit.
Der Hamburger, Ausgabe Herbst 2009
Das empfehlen Hamburger Buchhändler
... Kostbarkeiten aus dem 21. und dem 17. Jahrhundert
Fünf Buchhandlungen wollen den literarischen Buchhandel retten. Der Amerikaner Louis Begley hat ihnen dazu eine Erzählung geschenkt: "Cowboys und Indianer" heißt sie und ist in limitierter Auflage erhältlich....
Louis Begley: Cowboys und Indianer. 5 plus, 58 S., 14,80 Euro, erhältlich bei Felix Jud.
Hamburger Abendblatt, Live Buchmesse, 15.10.2009
5 plus setzt Signal
Fünf unabhängige Buchhandlungen bringen exklusiven Begley-Text, holen den Autor zu einer Lesereise und publizieren ein Kundenmagazin
Aktionen
Die Idee hat Wilfried Weber von der Buchhandlung Felix Jud in Hamburg schon Jahre mit sich herumgetragen - aber gut Ding will Weile haben. Nun ist das "gute Ding" jedoch in der Welt und zieht Kreise. Die Rede ist vom Zusammenschluss der literarischen Buchhandlungen Autorenbuchhandlung, Berlin, Klaus Bittner, Köln, Felix Jud, Hamburg, Lehmkuhl, München, und Buchhandlung zum Wetzstein, Freiburg, unter dem Namen 5plus. Erster Knüller der Geschichte: Alle fünf Buchhandlungen verlegen gemeinsam in der Edition 5plus eine exklusiv für sie geschriebene Geschichte ("Cowboys und Indianer") von Luis Begley und präsentieren ihn exklusiv zu einer Lesetour durch die 5plus-Buchhandlungen. Suhrkamp als Begleys deutscher "Hausverlag" hat die Aktion wesentlich unterstützt.
Zweiter Knüller: Zur 5plus-Aktion erscheint ein von Rainer Groothuis gestaltetes Magazin, in dem sich die fünf Buchhandlungen vorstellen und Lesetipps geben (Start: Anfang November, Auflage 20.000). Ein regelmäßiges Erscheinen des Magazins ist vorgesehen. Finanziert wird es mit Verlagsanzeigen.
"Ziel des Zusammenschlussses ist es, ein Zeichen für die Unabhängigkeit und Individualität zu setzen", so Klaus Bittner...
Buchmarkt, Nr. 10,/Oktober 2009
Einkaufen in Deutschland ... geht das?
... Hamburg ...
In alten, traditionsreichen Läden wie der wunderbaren Buchhandlung "Felix Jud" findet nicht nur Karl Lagerfeld so ziemlich alles, was was heißen will, denn der Mann hat Bücher!
Kronenzeitung, Wien, 20.9.2009
Ein Hamburger Kleinod für die Literatur
Der geistige Austausch liegt ihm am Herzen: Gestern öffnete Wilfried Weber seine Räume für den 100. Geburtstag der Campe´schen Kunststiftung
... Weil seine Buchhandlung Mieter der Campe´schen Historischen Kunststiftung ist, welche in diesem Jahr ihr 100jähriges Bestehen feiert, wurde sie gestern wieder zum Treffpunkt der geistigen Elite Hamburgs. "Mit den anderen Mietern des Hauses Neuer Wall 13 wollten wir mit einem Fest an die großherzige Stiftung von Julius Heinrich Wilhelm Campe, dem Verleger-Sohn, erinnern", sagte Wilfried Weber. Dominique Horwitz las zum Jubiläum der Campe´schen Kunststiftung Gedichte von Heinrich Heine und aus dem Briefwechsel zwischen Heine und seinem Verleger Campe."
HAMBURGER ABENDBLATT, 18.9.2009
Das Kunsthaus Hamburg und die Buchhandlung Felix Jud zeigen Ausstellungen mit aktuellen Arbeiten von Daniel Richter
"Der internationale Maler-Star Daniel Richter, der sein Studium an der Hochschule in Hamburg bei Werner Büttner absolvierte, hat das Kunsthaus Hamburg bis zum Anschlag mit einer bild- und materialreichen Installation gefüllt……Parallel zeigt die Buchhandlung Felix Jud Zeichnungen, die Daniel Richter für die Kulturzeitschrift Lettre produzierte: bissige, absurde, eindringliche und düstere Ansichten, in denen Krieg und Krisen, Verweise auf Literatur, Kunst und Geschichte, sowie Klamauk zum Tragen kommen, getreu dem Motto: Alle Macht der E-Gitarre…"
DIE WELT 7.7.2009
Leute von Welt – Maler-Star signiert "Lettre"
... Und jetzt gab er (Daniel Richter) ein Gastspiel in der Buchhandlung Felix Jud. Dort zeigt der in Hamburg lebende Künstler…bis zum 25. Juli 18 Zeichnungen, Öl auf Papier, die er für die dreimal im Jahr erscheinende Kulturzeitschrift "Lettre" zum Thema Diktatoren gemacht hat. Rappelvoll war´s und jeder wollte auch ein signiertes "Lettre"-Exemplar (der Erlös kommt dem Fleet Street Theater zugute). Felix-Jud Inhaber Wilfried Weber verriet den Gästen:" Es kommt immer ein kleiner Junge Namens David an der Hand seines Vaters in unsere Buchhandlung.Sehr bestimmt sucht er sich Kinderbücher aus, die er dann an die Kasse bringt. Erst jetzt wissen wir, wer sein Vater ist: Daniel Richter"…
DIE WELT 9.7.2009
Karl Lagerfeld – Bücher-Bummel am Neuen Wall
Statt nach Schal und Anzug schaut er entspannt bei der Buchhandlung "Felix Jud" vorbei. Die hatte er vorher bei Johannes B. Kerner als einen seiner liebsten Hamburger Läden beschrieben. Mehr als eine halbe Stunde blieb Lagerfeld im Laden, schmökerte in aller Ruhe in alten Büchern. Erfolgreich: Mehr als ein halbes Dutzend Tüten trugen seine Begleiter hinaus zum Kofferraum. "Ich habe antiquarische Einzelstücke gekauft", veriet der Modezar.
BILD Zeitung am 9. Juni 2009
Kultur dicht an dicht!
Helmut Lohner und Jürgen Flimm lasen am 27. Januar in der Buchhandlung Felix Jud aus dem Briefwechsel Thomas Bernhard und Siegfried Unseld, der im März im Suhrkamp Verlag erscheint.
"Drangvolle Enge herrschte am Dienstagabend in der Buchhandlung Felix Jud. Nicht einmal mehr auf der Treppe gab es einen freien Platz. Literaturinteressierte und Prominente drängten zu Lesung von Jürgen Flimm, Ex-Thalia-Intendant und als Chef der Salzburger Festspiele gerade im Mittelpunkt des österreichischen Intrigantenstadls, und Helmut Lohner, einem von Österreichs herausragenden Darstellern. Man saß hart und war glücklich…"

Hamburger Abendblatt, 29.1.2009
Buchhandlung Felix Jud bei Spiegel Online.

Video: Einfach Stil. Vorsicht! Bücher!
© 2008 www.spiegel.de
Hamburg: Buchhandlung Felix Jud.
1923 eröffnete Felix Jud sein Buchgeschäft in der ältesten und schönsten Passage der Stadt. Bald wurde der Laden zur ersten Adresse für Autoren, Künstler und Verleger. Und das ist er auch heute noch.
LUFTHANSA exclusive 10/2006
Starke Begegnungen mit Troller
Der in Paris lebende Filmemacher und Autor Georg Stefan Troller, gilt als Legende des europäischen Fernsehens und Vorbild einer ganzen Journalistengeneration. Seine TV-Dokumentation »Pariser Journal«, »Personenbeschreibung«, seine Porträts über Wolfgang Clement oder »Berühmte Familien« sind unvergessen. In der Buchhandlung Felix Jud las der junggebliebene 84jährige aus seinem neuesten Buch »Ihr Unvergeßlichen« (Patmos Verlag, 19.90 Euro). Darin schildert er 22 starke Begegnungen unter anderem mit Muhammed Ali, Coco Chanel, Isabella Rosselini, Edith Piaf und Woody Allen. Auf den legte Troller besonderen Wert an diesem unterhaltsamen und interessanten Abend.
DIE WELT, 21.2.2006 (Doris Banuscher)
Bibliophile Leidenschaft auf drei Etagen
Hanseatische Lebensart: Im Gespräch mit Wilfried Weber, Inhaber der Bücherstube Felix Jud & Co.
…Seit dem Tod Juds ist Wilfried Weber der Mann, der die Bücherstube mit seinen Werten beseelt. Die immerwährende Neugier ist für ihn das Wichtigste: »Das Gedächtnis ist ein äußerst unzuverlässiges Werkzeug des Menschen. Sein Niveau kann man nur halten, wenn man ständig weiterliest.«… Er selbst liest gerade die Tagebücher von Harry Graf Kessler, »Der rote Graf« - »einer meiner Halbgötter.« Im Januar wird Ulrich Tukur in die Buchhandlung am Neuen Wall kommen und aus den Tagebüchern lesen. … Seinem (Webers) Engagement ist das hauseigene Antiquariat zu verdanken. Dort, in der zweiten Etage, finden sich in Glasvitrinen bedeutende Bücher und Luxusausgaben vom 16. bis ins 20. Jahrhundert. Auch der Handel mit Kunst und die wechselnden Ausstellungen … sind sein Werk. …
DIE WELT, 26.11.2005 (Britta Stahlberg)
Ein Freund, ein guter Freund…
Zeitschriftenmacher und ihre Werke in einer Lesung, die vor allem lustig war. Viel Jugend in der Hamburger Bücherstube Felix Jud. Alle Hocker und Treppenstufen waren besetzt bei einer Lesung aus der Zeitschrift »Der Freund«. … Wer, so lautete die überlegung, könnte besser junge Leser bei Leselaune halten als Schriftsteller, die es sympathischerweise versäumt haben, so richtig erwachsen zu werden? Christian Kracht, Eckhart Nickel und Carl von Siemens, Schriftsteller, Dichter, Herausgeber und Chefredakteur der literarischen Zeitschrift »Der Freund«, die wie DIE WELT im Verlag Axel Springer erscheint, sind Prototypen dieser Spezies, die ganz augenscheinlich nicht den Spaß am eigenen Tun verloren haben. Bei Felix Jud jedenfalls wurde viel gelacht. …
DIE WELT, 17.11.2005 (MN)
Geistige Nahrung beim Lese-Lunch
… Bei der »Literarischen Mittagspause« in der Buchhandlung Felix Jud sind die Brezeln nur Sättigungsbeilage, die Kochbücher bloß Kulisse. Den Hauptgang servieren Schauspieler des Ernst-Deutsch-Theaters, die hier künftig jeden zweiten Mittwoch von 13 bis 13.30 Uhr aus neuen Büchern vortragen.
Zur gestrigen Premiere las Stephan Benson aus dem erst jetzt ins Deutsche übersetzten Revolutionstagebuch »Verfluchte Tage« von Iwan Bunin (1870 - 1953). … Nicht gerade literarisches oder historisches Fast Food, was Theater und Buchhandlung hier in ihre gemeinsame Buchstabensuppe gegeben haben, auch wenn es bloß in einer halben Stunde verschlungen ist. Aber ein idealer Lunch: rasch verzehrt und doch länger vorhaltend.
Hamburger Abendblatt, 10.11.2005 (msch)
Lesen Sie!
Egal ob Mangas, Hörbücher, Krimis, Fachliteratur oder Klassikereditionen - nirgendwo sonst ist das Angebot an Buchläden und Antiquariaten so vielfältig und qualitativ hochwertig wie in der Innenstadt … Seit über 80 Jahren gehört die Bücherstube zu den schönsten Hamburgs. Blickfang sind sind die liebevoll gestalteten Schaufenster. Die altmodisch-ehrwürdige Einrichtung soll keine Schwellenangst erzeugen: Jeder ist eingeladen, auf drei Ebenen zwischen »Tradition und Avantgarde« in belletristischen Neuerscheinungen, Klassikereditionen und besonderen Erstausgaben zu blättern. …
SZENE Hamburg, November 2005
Hamburger Abendblatt vom 19.05.2005
Das Phänomen Albert Speer beschäftigte Historiker lange vor dem Medien-Hipe, insbesondere dessen Biograph und Lektor Joachim Fest. Ihn ließ das »Rätsel Speer« nicht los. Bei der Lesung seines neuen Buchs »Die unbeantwortbaren Fragen« in der Buchhandlung Felix Jud war der Autor mutig genug einzugestehen, es bis heute nicht gelöst zu haben. Als Lektor von Speers »Erinnerungen« und der »Spandauer Tagebücher« ist Fest zwischen 1966 und 1981 dem Architekten und Rüstungsminister Hitlers so nahe gekommen wie kein anderer. »Es blieb immer eine sachliche Arbeitsbeziehung«, betonte Fest, berichtet in den nun veröffentlichten Gesprächsprotokollen und Notaten von vergeblichen Versuchen, Antwort auf die Kernfrage von Speers Mitwisserschaft und seinen zweifelhaften Begriff von Treue zu bekommen. »Das verstehen Sie nicht«, habe Speer den Frager abgewiesen.
Heinrich Breloers TV-Film »Speer und Er« hält Fest für »einen unzureichenden Versuch, der Problematik Speers auf die Spur zu kommen«. Im Eifer, auf alles Antwort zu geben, werde er der Ambiguität von Speers Persönlichkeit nicht gerecht. »Er war zugleich sensibel und ungeheuer kalt. Die widersprüchlichste Figur im Nazi-Führungsapparat.«
-itz

