Dr. Robert Zoske | Hans Scholl, die ‚Weiße Rose‘ und Thomas Mann

Vortrag am 21. Februar 2023 um 19 Uhr

Dr. Robert M. Zoske ist Autor einer bei C.H. Beck erschienenen Hans Scholl-Biografie.
Im Februar 2023 ist es achtzig Jahre her, dass die Münchner Studenten Hans und Sophie Scholl und ihr Kommilitone Christoph Probst vom NS-Regime zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden. Aus diesem Anlass laden die Thomas Mann-Gesellschaft Hamburg und die Buchhandlung Felix Jud zu einem Vortragsabend mit Dr. Robert M. Zoske ein, einem renommierten Experten für die Geschichte der Weißen Rose.

In seinem Vortrag zeichnet Dr. Zoske den wendungsreichen Lebensweg Hans Scholls nach: von Scholls anfänglicher Begeisterung für den Nationalsozialismus und seiner Mitgliedschaft in Jungvolk und Hitler-Jugend, die während des Krieges einer zunehmenden Distanz zum Regime weicht, bis er ab 1942 die Deutschen mit Flugblättern zum Widerstand gegen die Diktatur aufruft. Beeinflusst sind diese Flugschriften von den BBC-Rundfunkansprachen Thomas Manns – einem Autor, den Hans Scholl mit Begeisterung gelesen hat. Thomas Mann wiederum erfährt im kalifornischen Exil vom Prozess gegen die Weiße Rose und würdigt sie in einer seiner Radioansprachen („Ihr sollt nicht umsonst gestorben, sollt nicht vergessen sein“).

Der Abend ist auch eine Reminiszenz an Felix Jud, den Gründer der gleichnamigen Buchhandlung, der als erklärter Gegner des Nationalsozialismus in Verbindung mit anderen Hamburger Widerständlern stand und in Neuengamme inhaftiert war.

Robert M. Zoske, Dr. phil., geb. 1952, ist evangelischer Theologe und war bis 2017 Pastor in Hamburg. Er hat mehrere Bücher über die Weiße Rose geschrieben, u.a. die Hans-Scholl-Biografie „Flamme sein!“ und aktuell „Die Weiße Rose – Geschichte, Menschen, Vermächtnis“ in der Reihe C.H.Beck Wissen.

Karten (12 Euro) können via kontakt@felix-jud.de erworben werden oder sind vorab am Abend der Veranstaltung bei FELIX JUD erhältlich.

Für Mitglieder der Thomas Mann-Gesellschaft Hamburg beträgt der Eintritt 5 Euro.